Workshop: (Un)Berechenbare Konflikte. Komplexität, Mathematik und Geschichtsforschung

Zeit: Donnerstag, 19. Februar 2015, 14:00-17:15 Uhr
Ort: Institut für Mittelalterforschung, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wohllebengasse 12-14
(Seminarraum Erdgeschoß), 1040 Wien

Veranstalter: Projekt “Mapping MEDieval CONflicts. A digital approach towards political dynamics in the pre-modern period”, gefördert im Rahmen des go!Digital-Programms der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW);
Interdisziplinärer Arbeitskreis “Digital Middle Ages” (ÖAW – Universität Wien)

Mapping MEDieval CONflicts untersucht die Erklärungskraft von Konzepten der Netzwerkanalyse für Phänomene des politischen Konflikts in mittelalterlichen Gesellschaften. Dabei verwendet MEDCON die netzwerkartige Strukturierung durch moderne Software nicht nur als Instrument für die Organisation der Daten, sondern als Werkzeug für die Rekonstruktion und Analyse sozialer Verflechtungen der Vergangenheit, die auch für Diskussionen über die (In)Stabilität politischer Strukturen in der Gegenwart relevant sind. Das Projekt-Team am Institut für Mittelalterforschung umfasst Spezialisten für das westliche Mittelalter, Byzanz, Archäologie, historische Geographie und Geoinformatik; Projektleiter ist Dr. Johannes Preiser-Kapeller. Im Dialog mit Experten innerhalb und außerhalb der Geschichtswissenschaften sollen auch neue theoretische Zugänge zu diesen Phänomenen diskutiert werden.

Zum detaillierten Programm als PDF: WS MEDCON Februar 2015

Im Zentrum stehen des Arbeitskreises stehen Digital Humanities und digitale Methoden, die fächerübergreifend genutzt werden können, um Daten zu analysieren und zu visualisieren.

 

Geschichte

2012 erfolgte unter der Leitung des Projektes „Ostalpenraum revisited“ eine Neuorientierung des Interdisziplinären Arbeitskreises Frühmittelalter und die Umbenennung in „Digital Middle Ages“.

Der Arbeitskreis wurde 2006 mit Mitarbeitern des Instituts für Ur- und Frühgeschichte, des Vienna Institute for Archaeological Studies und des Instituts für mittelalterliche Realienkunde als Forum für die Zusammenarbeit zwischen Frühmittelalter-Historikern und Archäologen gegründet. Anhand von Fallbeispielen sollen die unterschiedlichen Herangehensweisen der jeweiligen Disziplinen diskutiert werden, um aus dem Verständnis für die methodischen Besonderheiten in Archäologie und Geschichte ein besseres Verständnis für die Möglichkeiten und Probleme gemeinsamer Forschungen zu entwickeln.

Arbeitskreis 2008-2012: Maximilian Diesenberger (IMAFO), Stefan Eichert.

Arbeitskreis 2006-2008 Helmut Reimitz (IMAFO), Mathias Mehofer (Vienna International Institute for Archaeological Science), Thomas Kühtreiber (Instituts für mittelalterliche Realienkunde der ÖAW), Erik Szameit (Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien)